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Wie Stoffbeutel mit Sonne bemalen

Für den Start in die Kita brauchte meine Tochter noch einen Wechselsachenbeutel. In der Kita ist es Tradition, dass der Stoffbeutel, den alle Eltern dort erhalten, entsprechend dem Symbol jedes Kindes von den Eltern verschönert wird. Charlotte hat die Sonne als Symbol bekommen, was uns sehr gefreut hat. Bis zum Kitaanfang war anfangs noch sehr viel Zeit, weshalb ich mir erstmal in Ruhe was total cooles überlegen wollte. Wie es so ist mit Stilldemenz, habe ich das Ganze eine Weile vergessen. Als ich dann zur Eingewöhnung die Kunstwerke auf den Beuteln der anderen Kinder gesehen habe, musste ich mir dringend was passendes überlegen.
Ich habe lange drüber nachgedacht, ob ich etwas draufsticken oder -nähen soll. Letztendlich habe ich mich dann aber aus Zeitmangel dagegen entschieden. Malen geht ja dann meist doch schneller und unkomplizierter. Am liebsten hätte ich mit Aquarellfarben gemalt, aber das funktioniert nur mit speziellen Farben für Stoffe, die ich mir nicht zusätzlich kaufen wollte. Einfache Stoffmalstifte hatte ich ohnehin noch von der letzten Babyparty meiner Schwester, bei der wir übrigens einen Schlafsack für den Nachwuchs bemalt haben. Textilfarbstifte gibt es mittlerweile auch überall einigermaßen günstig zu kaufen und sie können für so viele verschiedene Dinge verwendet werden, weshalb es sich lohnt sowas mal zuzulegen.

So hab ich mich mal wieder an mein Skizzenbuch gemacht und jede Menge Rechtecke gemalt, die den Beutel darstellten. Damit das Symbol deutlich wird, wollte ich die Sonne im Fokus haben. Deswegen ist sie auch schön groß geworden. Für die Strahlen habe ich eine Weile gebraucht, weil man diese wirklich in so vielen Variationen malen kann. Überzeugt war ich aber ganz lange nicht von meinen Kreationen. Angefangen mit dünnen Strichen, an denen am Ende die Buchstaben ihres Namens hingen, über Dreiecke, bin ich letztendlich bei Blöcken gelandet. Dadurch wirkte die Sonne besonders kräftig strahlend. Ein Gesicht musste dann auch noch in die Sonne, sodass es freundlich und kindgerecht wirkt. Um das ganze ein bisschen aufzulockern, kam unten noch eine Wolke dazu, aus der die Sonne hervorlukt. Durch das skizzieren der Idee, kam mir dann auch die Idee, ihren Namen ohne Schnickschnack in die Wolke zu verpacken.

Umgesetzt habe ich das dann mit einer Vorzeichnung auf Papier, die ich unter die obere Stoffschicht gelegt habe. Mit entsprechend dunklen dicken Strichen, kann man das Bild hervorragend durchpauschen. Beim Ausmalen der Sonne sollte darauf geachtet werden, dass die Strichrichtung die Formen betont. Also die Strahlen den Längslinien entlang malen und den Kreis mit ringförmigen Linien die betonen. Dabei natürlich darauf achten, dass das Gesicht der Sonne nicht übermalt wird. Am Ende nur noch auf links bügeln, um die Farben zu versiegeln. Und fertig 🙂

Materialien:
– Stoffbeutel
– Textilmalstifte
– Papier zum Vorzeichnen
– Bleistift und Faserstift zum Vorzeichnen

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